DER FRIEDEN
VON ARISTOPHANES
Premiere am 25.10.2025 am Schlosstheater Moers
"Bei allem Spaß an Satire und körperbetontem Spiel behält die Aufführung eine allgemeingültige, philosophische Ebene. Durchweg begeistert das neue Ensemble. (…) Es gibt kaum einen aktuelleren Bühnentext als den „Frieden“ von Aristophanes. Zumindest wenn man ihn so inszeniert wie Daniel Kunze – voller Respekt vor dem Original. Was eben nicht Musealisierung bedeutet, sondern den Versuch, die Wirkung beim Publikum zu erzielen, die Aristophanes sich vorgestellt hat – ein provozierendes Plädoyer für einen vielleicht unerreichbaren Frieden."
Stefan Keim, Theater der Zeit, 27. Oktober 2025
“Hier werden Fehler, Dysfunktionalitäten unseres demokratischen Systems, die auch Kriege auslösen können, fein und komisch offengelegt. In das vielstimmige Gewirr tritt ein Kind (Ben Krolzik) und schildert unsere heutige Gesellschaft aus seiner Sicht – ohne Eigeninteressen. Das ist eine Anklage, die man so schnell nicht vergisst. Und doch bleibt die Grundstimmung des Abends heiter. Weil wahnsinnig gut gespielt wird.”
Andreas Falentin, Die Deutsche Bühne, 26. Oktober 2025
Mit: Matthias Heße, Clara Pinheiro Walla, Florian Kager, Catherine Elsen, Marissa Möller, Ben Krolzik
Regie: Daniel Kunze
Bühne und Kostüm: Sophie Leypold
Dramaturgie: Sandra Höhne
Korrepetition/Musik : Peter Winking
Komposition: Manuel Fehlings
Krieg riecht nicht nach Blut, sondern nach Scheiße. Seit dreizehn Jahren wütet der Krieg zwischen Athen und Sparta, bis der kriegsmüde Weinbauer Trygaios auf einem Mistkäfer zu den Göttern fliegt, um den Frieden zurückzuholen. Dort erfährt er, dass die Götter die Menschen verlassen haben, der Kriegsgott Polemos Griechenland vernichten will und die Göttin des Friedens in einem Schacht eingesperrt ist, den Trygaios nun auszugraben versucht. Auf seinem Weg begegnet er Menschen, deren Hoffnungen und Interessen an Krieg und Frieden kaum unterschiedlicher sein könnten. Mit Der Frieden erzählt Aristophanes eine raue Komödie, die Kriegs- und Friedensgewinnler gleichermaßen in den Blick nimmt und die Frage stellt, warum Menschen überhaupt Kriege führen. Das Ensemble entwickelt den antiken Text in der Bearbeitung von Antoine Vitez für die Gegenwart weiter – eine Zeit, in der sich alle Frieden wünschen, aber längst nicht einig sind, wie er zu erreichen ist.